Der Notruf

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Jedem sollte sie geläufig sein, die kurze Telefonnummer 112, anzurufen u.a. bei Feuer, im Falle eines medizinischen Notfalls oder bei sonstiger Gefahr. "Klar", sagt nun fast jeder, "kenn ich, weiß ich" und das bestimmt auch zu recht. Aber ist derjenige auch sicher, die Nummer dann noch abrufbar zu haben, wenn es um Leben oder Tod geht, wenn der Adrenalinspiegel und aufkommende Panik das klare Denken außer Kraft setzen? Manch einer hat da schon Problemesich an seinen eigenen Namen zu erinnern. Aus diesem Grunde sollten sich Handybesitzer diese Nummer als Notrufnummer einspeichern und zu Hause immer in der Nähe des Telefons griffbereit haben. Die international weit verbreitete 112 erfüllt, auch in vielen anderen Ländern den selben Zweck. In Nordamerika ist übrigens die 911 üblich, in der Schweiz die 144 (weitere Ausnahmen und weiterführende Infos u.a. bei Wikipedia)

Was heute eine Selbstverständlichkeit ist, nämlich das jeder die 112 (oder 110) kennt, oder das an Autobahnen und Hauptverkehrsstrassen Notrufsäulen stehen, war längst nicht immer so. Erst als im Jahre 1969 der kleine Björn Steiger nach einem Autounfall ums Leben kam, weil die Rettungskräfte erst nach einer Stunde eintrafen und der kleine Junge zwischenzeitlich am Schock - und nicht etwa an seinen Verletzungen - verstarb, gründeten seine Eltern die Björn-Steiger-Stiftung. Diese Stiftung setzt sich bis heute dafür ein, das Menschen schnell geholfen werden kann und das sowohl Helfer als auch Opfer sich im Falle eines Falles richtig verhalten. Verinnerlichen sollte sich jeder

Die 5 lebenswichtigen W's:

  • WO ist etwas passiert?
  • WAS ist passiert?
  • WIEVIELE Verletzte oder Erkrankte sind betroffen?
  • WELCHE Verletzungen/Erkrankungen liegen vor?
  • WARTEN in der Nähe des Telefons auf eventuelle Rückfragen

 

Den Helfern helfen?

IN (Im Notfall) - ICE (In case of Emergency)

Im_Notfall

Von den unterschiedlichen Rettungskräften sehr konträr diskutiert, ist die (angeblich) in England entstandene Initiative ICE (In Case of Emergency) oder im deutschsprachigen Raum auch IN (Im Notfall) genannt. Während u.a. "Im Notfall" diese Initiative befürwortet, sieht der schweizer Interverband für Rettungswesen und auch viele deutsche Organisationen diese eher als nutzlos an.

Worum geht es bei dieser Initiative? Es wird empfohlen in den beigeführten Mobil-Telefonen unter den Kürzeln IN bzw. ICE die Personen zu hinterlegen, die zu benachrichtigen sind, wenn etwas gravierendes passiert ist und der Handybesitzer nicht in der Lage ist, selbst entsprechende Auskunft zu geben. Sollen mehrer Personen benachrichtigt werden, so sind diese unter den Kürzeln IN1, IN2, IN3 ... zu hinterlegen. Dies soll den Rettungskräften bzw. dem medizinischen Personal das Auffinden der zu kontaktierenden Personen vereinfachen bzw. ermöglichen schnell bei medizinisch notwendigen Rückfragen agieren zu können. Der ASB (Arbeiter Samariter Bund) rät stattdessen, einen Zettel mit Name, Anschrift und Telefonnummer der zu benachrichtigenden Person im Geldbeutel oder der Brieftasche bei sich zu führen. Ob nun IN, ICE oder ein Zettel, wirklichen Schaden wird wohl nichts davon anrichten, aber ggf. können diese Maßnahmen von Nutzen sein.