"Kites für Kids"-Aktion Februar 2010Â
Die Aufgabe
Die vergessene Frage
Der Wicht Tegrof Noivilbo lebte einst in einem Land fern von hier, in einer anderen Zeit. Das Land trug den schönen Namen Debonair und grenzte im Osten an das Vergessene Land und im Norden an Snordemark. Das Vergessene Land tauchte allerdings auf
keiner Landkarte auf, denn jeder der das Land jemals betrat und wieder verlassen konnte, hatte umgehend vergessen, dass er jemals dort war.
Nun ja, fast jeder. Lediglich der Wicht Tegrof behauptete Zeit seines Lebens, dort gewesen zu sein und er wurde es nicht müde, jedem der es hören wollte, oder auch nicht, seine unglaubliche Geschichte zu erzählen. Und sogar eine "korrekte" Landkarte hatte er gemalt, auf der der Ort seines Grenzübertrittes markiert war. Die Menschen in Debonair ließen ihn gewähren, da Tegrof Noivilbo, abgesehen von seiner vermeintlichen Phantasterei, ein äußerst höflicher und sehr gebildeter Mensch war, der stets seine Hilfe darbot, wo auch immer sie von Nöten war.
"Kites für Kids"-Partner Februar 2010: 
So begab es sich, das er gebeten wurde, auf seine Ururenkel aufzupassen, da deren Eltern eine dringende Reise nach Mittelerde unternehmen mussten. Er tat nichts lieber als das, denn bislang hatte sich noch keine Gelegenheit geboten, seine Geschichte den Ururenkeln zu erzählen und es war nunmehr schon Jahre her, daß er sie überhaupt jemanden erzählen konnte, der sie nicht schon selbst fast auswendig dahersagen konnte. Kaum hatten die Eltern das Haus verlassen, setzte er sich mit seiner Pfeife, deren Tabak einen süßlichen Duft von Vanille vermengt mit Honig verströmte, vor den lodernden Kamin. Er scharte seine 3 Ururenkel um sich, die im 2 Jahres-Rhythmus auf die Welt kamen und 8, 10 und 12 Lenze zählten. Gespannt machten sie sich es auf dem Boden vor dem wärmenden Kamin im Halbkreis um ihren Ururopa gemütlich und lauschten den mit tiefer, leiser aber dennoch kräftiger Stimme vorgetragenen Worte des alten Mannes.
"Wisst ihr Kinder, es ist schon so lange her, dass ich mich kaum noch recht erinnern kann, wie alt ich damals war. Ich glaube, es musste gerade der 20. oder 21. Frühling hinter mir gelegen haben. Aber an alles andere erinnere ich mich, als ob es gestern war", strunzte er und murmelte dann so leise, das die Kinder es nicht hören konnten, "An fast alles." Mit klarer und fester Stimme fuhr er sodann in seiner Erzählung fort. "Es war ein wunderschöner warmer Frühsommertag, geradezu perfekt, um im Wald Wildschweine zu jagen. Ich pirschte bestimmt zwei, drei lange Stunden durch das dichte Unterholz, ohne auch nur einen einzigen Eber oder gar nur einen Frischling zu erspähen. Ich vergaß Zeit und Raum und muß wohl, ohne es zu bemerken, die Grenze zum Vergessenen Land überschritten haben." Er holte eine abgegriffene Landkarte hervor und die Kinder reichten sie reihum, um sie genauestens zu betrachten.

Die Kinder folgten aufmerksam den weiteren Worten Ihres Ururgroßvaters. "Plötzlich und unerwartet," sprach er, "war ich umzingelt von schwer bewaffneten Gröckos, den furchteinflößenden und hünenhaften Einwohnern des Vergessenen Landes. Gegenwehr war zwecklos. Sie fesselten und knebelten mich, verbanden mir die Augen und brachten mich sodann, ohne auch nur ein einziges Wort gesprochen zu haben, zu Lufdaerd dem Herrscher des Vergessenen Landes, welcher den Beinamen 'Der Grausame' trug. Lufdaerd machte seinem Namen alle Ehre, klagte mich ohne viel Federlesens der Wilderei an und verurteilte mich im gleichen Atemzug zum Tode."
Die Kinder rissen vor Schreck die Augen weit auf, waren aber gleich darauf wieder froh, als ihnen gewahr wurde, das dem so nicht gekommen sein konnte, weil ihr Ururopa ja vor ihnen saß. "Wie bist Du denn dem Tod entronnen?" fragte der Älteste. "Nun ja," sprach Tegrof, "Lufdaerd, war nicht nur grausam, er hielt sich zudem auch noch für besonders klug und maß sich an, das kein anderer ebenso klug oder gar noch schlauer sein könne als er selbst. Er setzte daher ein diabolisches Grinsen auf und sagte höhnisch zu mir, das ich nun in den Kerker geworfen und am nächsten Morgen beim ersten Hahnenschrei einen Kopf kürzer werden würde. Es sei denn, ja, es sei denn, ich wüßte die richtige Frage."
Die Kinder schauten fassungslos. "Welche Frage?" wollten sie wissen. Ihr Ururopa setzte sein altersweises Lächeln auf und fuhr fort. "Lufdaerd teilte mir mit, dass der Kerker zwei Ausgänge habe. Einen der in den Hof zum Henker, also in den gewissen Tod führte und einen zweiten Ausgang, der mich geradewegs nach Hause in die Freiheit entlassen würde. Vor jedem dieser Ausgänge steht ein schwer bewaffneter Wächter. Diese Wächter haben spezielle Charakterzüge, erklärte er mir. Der eine lügt immer und sein Gegenüber sagt hingegen immer die Wahrheit. Just als ich vorlaut fragen wollte, wer denn wer sei, da verbot er mir mit einer herrschenden Handbegung den Mund und sagte, dass ich ab sofort nur noch einmal sprechen dürfe, um eine einzige allerletzte Frage zu stellen. Mit einer weiteren lässigen Handbewegung ließ er mich sodann durch seine Mannen in den dunklen und kalten Kerker werfen. Dort gab es in der Tat außer dem Eingang durch den ich hinein befördert wurde, noch zwei weiteren Pforten, vor denen jeweils ein fürchterlich aussehender und bis an die Zähne bewaffneter Hüne stand."

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Die Kinder erstarrten vor Schreck und der Kleinste begann ängstlich zu bibbern. "Und, und ...," begann er mit zittriger Stimme, "hast du die richtige Frage gestellt?" Der Ururgroßvater lächelte verschmitzt. "Wäre ich sonst hier?" fragt er. "Ah, ja richtig," frohlockte der Mittlere der Geschwister und schrie vor Aufregung fast. "Nun sag schon Opapapapa, wie lautete denn nun die Frage?" Augenblicklich verdunkelte sich die Mine des alten Mannes und so leise, dass die Drei es fast nicht hören konnten, flüsterte er mit trauriger Stimme, "Das habe ich vergessen" .
Nun ja, hätte Tegrof nicht gerade die entscheidende Frage vergessen, so hätten ihm wohl mehr Einwohner von Debonair seine Geschichte über das Vergessene Land geglaubt. Ich glaube ihm! Denn ich kenne die Frage. Woher? Das habe ich vergessen.
(Aufgabe als PDF für Druck und eMail: Download)
Was ihr tun müsst, damit ihr mit etwas Glück Besitzer eines Enigma oder Over werdet:
Wer zu wissen glaubt, die Frage zu kennen mit der Tegrof die Freiheit erlangte, der sendet uns einfach die Lösungsfrage mit kurzer Erklärung per eMail an folgende Adresse:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Natürlich geht es auch per Post, sofern ausreichend frankiert, mit Stichwort "KfK-Aktion 1002" an unsere Postanschrift.
Bei Eingang mehreerr richtiger Lösungen entscheidet das Los. Teilnahmeberechtigt sind Kinder und Jugendliche der Geburtsjahrgänge 1992 bis 1998, die sich noch in der Ausbildung befinden (Schule, Studium, Berufsausbildung etc.) oder aber arbeitssuchend sind und die einen deutschen Wohnsitz haben. Einsendeschluß ist Sonntag der 28. Februar 2010. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinner wird schriftlich benachrichtigt. Unzureichend frankierte Postsendungen können wir leider nicht annehmen.
Es können nur Lösungszusendungen berücksichtigt werden, die neben der vollständigen Adresse das Geburtsdatum und eine Telefonnummer für evtl. Rückfragen enthalten. Es werden keinerlei mitgeteilte Daten über den notwendigen Zeitraum der Ermittlung des Drachen-Empfangsberechtigten hinaus gespeichert oder für Werbezwecke mißbraucht. Keinerlei Daten werden an Dritte weitergegeben oder gar veräußert.
Viel Glück
Eure Carla















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