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PostHeaderIcon McGlear's Tagebuch

Tagebuch eines Trickflug-Einsteigers: In loser Reihenfolge berichtet hier der Trickdrachen-Neuling "McGlear" über den harten, steinigen Weg hin zum Trickflugprofi und darüber, dass man trotz des vielen Übens und manch schlechtem Wetter immer seinen Spaß haben kann. Viel Vergnügen bei der Lektüre von "McGlear's Tagebuch"

PostHeaderIcon 03.03.13 - 40 Minuten Zen

Drachen in der Prüfungszeit

Etwas Ironisches hat es ja schon, wenn mein letzter Beitrag vor einer langen Pause "Geduld ist wichtig" heißt. Die auf besagten Beitrag folgenden Wochen - und Monate, wie sich herausstellen sollte - waren für mich sehr anstrengend. Es standen wichtige Prüfungen an, nach denen sich in meinem Studium einiges änderte, plötzlich war meine Woche vollgepackt mit Pflichtveranstaltungen. Und ehe ich mich versah, steckte ich schon wieder in der nächsten Prüfungsphase - ohne auch nur ein einziges Mal mit Drachen am Strand gewesen zu sein. Im Moment schreibe ich jede Woche eine Prüfung, die Uni läuft währenddessen weiter, und für alles andere bleibt viel zu oft viel zu wenig Zeit.

Heute wurde mir dann eines klar: Die Zeit zum Drachenfliegen muss man sich manchmal einfach nehmen! Die Sonne strahlt und der Wind weht kräftig, und das auch noch an einem Sonntag. Also habe ich kurzerhand meine Black Pearl geschnappt und bin an den Strand gefahren. Die Zeit dort war ein Segen. Ich habe kaum versucht zu tricksen, habe zunächst nur große Achten und Vierecke an den Himmel gemalt - oder auch nur einfach völlig verzückt den Drachen im Zenit beobachtet, den Wind im Rücken und die Sonne im Gesicht.

Auch wenn dieses Vergnügen nur von kurzer Dauer war: Seit Langem war ich nicht mehr so entspannt.

Drachen sind einfach toll!


PS: Da mich der Alltag gleich wieder eingeholt haben wird: Immerhin lohnt sich selbst dieser ganze Lernaufwand: mit dem Recht, hier zu promovieren, habe ich mir auch die Möglichkeit erarbeitet, noch drei Jahre mehr in Strandnähe zu wohnen. Und in den drei Jahren hole ich die verlorenen Drachenstunden einfach nach!
 

PostHeaderIcon 07.05.2012 - Meine Neue

Geduld ist wichtig

Seit etwas mehr als einer Woche bin ich nun stolzer Besitzer zweier Trickdrachen. Das endlich von mir behaupten zu können erfüllt mich fast schon mit Erleichterung - denn hinter mir liegt eine wahrlich lange Wartezeit.

Alles begann Mitte Februar. Nachdem sich über Weihnachten mein studentischer Geldbeutel wieder mal etwas gefüllt hatte und das Geld quasi darauf wartete von mir ausgegeben zu werden, bedurfte es nur noch einiger Nachmittage mit wenig Wind und schon war die Entscheidung gefallen: ich wollte mir einen Leichtwinddrachen gönnen.

Natürlich kam auch dafür wieder nur eine Black Pearl in Frage. Gerade die BP UL schneidet in Reviews und Tests auch sehr oft sehr gut ab. Und wie es das Schicksal so will, wartete mein Kite-Dealer gerade auf eine Lieferung von LevelOne und wollte mir einen mitbestellen. Das limitierte zwar meine Auswahl auf die Farbvarianten blau und nocolor, aber die Perle sieht in grau weiß unglaublich edel aus und so traf ich meine Entscheidung ohne zu zögern. Doch dann kam wenige Tage später die Ernüchterung ...

"Schlechte Nachrichten: BP UL in nocolor ist leider aus. Momentan ist nur blau verfügbar. LO wartet verzweifelt auf Icarex-Lieferung. Liefertermin vermutlich in 2-3 Wochen"

Mein erster Gedanke war: "Mist!". Der zweite jedoch: Was soll's, in blau sieht die Perle schließlich auch klasse aus.

"Blau gibt's nun auch nicht mehr. Allerdings sollten die BPs auch bald wieder generell lieferbar sein. LO wartete seinerzeit auf eine Icarex-Lieferung, die in Bälde eintreffen müßte ... Warten wir's mal ab."

Wer zu spät kommt...
Das war Anfang März. Da begann das lange Warten.

Aber dann, vor genau zwei Wochen, lag in meinem E-Mail-Postfach eine Versandbestätigung. Gerade rechtzeitig für das verlängerte Wochenende sollte es nun endlich so weit sein. Die Post ist hier meistens recht schnell. Und ich habe viele ältere Nachbarn, es kann zu fast jeder Tag- und Nachtzeit jemand Pakete entgegen nehmen, auch wenn ich grad mal nicht zu Hause bin. Was also sollte jetzt noch schief gehen?

Die Antwort kam prompt: So einiges!

Am Donnerstag war immer noch kein Paket für mich da. Freitag vormittag hatte ich aber nur bis 10 Uhr Vorlesungen, in der Regel ist der Postbote immer gegen Mittag bei uns. Perfekt. Am Freitag morgen saß ich voller Vorfreude im Hörsaal, nahm kaum war, was meine Profs mir über das Kreislaufsystem und die Transskription der DNA erzählen wollten (was natürlich nicht NUR an meiner Vorfreude gelegen haben mag, sondern auch am Wochentag und der Uhrzeit...). Und dann kam ich nach Haus. In meinem Briefkasten lag ein gelbes Kärtchen von der DHL. Ich könne mein Päckchen am nächsten Werktag ab 10 Uhr in der nächsten Filiale abholen. Suuuuuuuper!

Aber selbst das konnte mir kaum die Laune verderben. Immerhin waren die Verhältnisse jetzt klar. Und ich konnte anfangen, die Stunden zu zählen. Viel schwieriger wurde es, als ich das Paket dann endlich in der Wohnung hatte (ich war noch vor 10 aus dem Haus gegangen, um es der Dame bei der Post quasi um Punkt 10 aus den Händen reißen zu können): Übers Wochenende hatte sich Besuch angekündigt, Putzen und Kochen standen statt Drachenaufbauen in meinem Terminkalender...

Irgendwie gelang es mir selbst dann noch, Ruhe zu bewahren. Schließlich kam der Besuch mit Auto und wir hatten schon Ausflüge nach Eldena, Lubmin und Usedom geplant - mit Drachen!
Aber wenn es etwas gibt, das einem jeden Plan zu Nichte machen kann, dann doch nur: Das Wetter!


Wind lässt sich nicht fotografiern. Die Wellen auf der Ostsee schon

Ausnahmsweise gab es gerade an DIESEM Wochenende einmal richtig Sturm. Auf Usedom herrschte Nordseestimmung (Luft und Wasser erinnerten mehr an Norderney). Sechs Windstärken peitschten das Wasser auf. Und während es in ganz Deutschland sommerliche Temperaturen gab, hatten wir 13 Grad.
Schön wars trotzdem! :)
Nur eben nicht für Leichtwinddrachen. Aber dafür gibts ja die Hydra!

Jetzt hat mich erstmal der Unistress wieder eingeholt. Fliegen konnte ich die neue Pearl also immer noch nicht. Wenn ich diese Woche überstanden habe, gibts dann aber auf jeden Fall ein paar Bilder (aufgebaut habe ich sie nämlich schon!) und wenn der Wind stimmt auch den ersten Flugbericht.

 

PostHeaderIcon 19.04.2012 - So froh...

... macht nur Wind allein!

Das nenn ich mal Drachenwetter! Wir haben hier seit einigen Tagen Sonne satt aber bei milden Temperaturen und mit immerzu gutem Wind. Einfach herrlich.

Und was mach ich? Ich sitze im Hörsaal, Seminar oder Praktikum fest -.-

Immerhin konnte ich am Sonntag einige Stunden am Strand verbringen. Ganze vier Drachen standen am Himmel, neben meiner Pearl auch noch eine Symphony von meiner Freundin, eine kleine No-Name Matte (geflogen mit Schnurrollen an 5-Meter-Leinen ^^) und eine größere Beamer 6, die der Besitzer sportlich mit Trapez bediente. Der Wind war auch einfach zuuuu schön, er kam auflandig an und war gerade so stark, dass wir alle mit unseren verschiedensten Modellen Spaß haben konnten.

Außerdem sind mir meine ersten Multi-Lazys geglückt. Die nächsten Male muss ich aber wohl meiner Turtle-Euphorie einen Riegel vorschieben, sonst fliege ich irgendwann GAR nichts anderes mehr und verlerne womöglich den Axel wieder... So weit kommts noch! ;)

Erst Mal bleibt zu hoffen, dass der Semester-Anfangs-Stress bald vorüber geht und ich wenigstens meine "Freizeit" am Strand verbringen kann, bei diesem Wetter drinnen zu hocken macht mich sonst auf die Dauer noch verrückt!

 

PostHeaderIcon 04.04.2012 - Reif für die Insel

Usedom

Kaum lud uns das Wetter dieses Jahr dazu ein, sind meine Freundin und ich nach Usedom gefahren. So früh im Jahr ist dort noch nicht viel los und so blieb uns viel Platz für unsere Drachen. Insgesamt waren wir etwa sechs Stunden am Strand. Wir konnten also bei unterschiedlichen Windverhältnissen fliegen. Dadurch kamen sowohl die Hydra als auch die Black Pearl auf ihre Kosten.

Den ganzen Tag über wehte es aber relativ parallel zur Küste, dadurch ergaben sich ungeahnte Möglichkeiten: Ich konnte die Pearl mit Meerwasser vertraut machen.


Die Black Pearl im nassen Element

Darüber hinaus konnte ich meine erste Lazy Suzan fliegen - und viele weitere folgten. Diesen Trick finde ich einfach großartig. Inzwischen gelingt mir der Backflip ganz gut, also steht Anschlusstricks nichts mehr im Wege. Und der Pearl zuzugucken, wie sie ganz flach auf dem Rücken rotiert, ohne dass man selber dafür viel tun müsste, ist schon ein tolles Gefühl.

Nach einem sonnigen, erfolgreichen Tag konnten wir also zufrieden (wenn auch mit Sonnenbrand) den Heimweg antreten.

Jetzt hat aber leider das neue Semester begonnen. Glücklicherweise ist auch das Wetter wieder sehr viel schlechter geworden. Dadurch hält sich das Gefühl, schöne Drachenstunden zu verpassen, bislang noch in Grenzen. Nach Ostern muss ich aber trotzdem unbedingt wieder an den Strand!
 

PostHeaderIcon 27.02.2012 - Trick-Repertoire

Eine kleine Bilanz

Oder: Wie wenig ich erst kann

Es ist faszinierend, als wie schwierig sich selbst Basis-Tricks herausstellen können. Neben Stalls und Slides fliege ich inzwischen auch Axel, Backflip und Pancake. Auf dem Boden übe ich mich an Cartwheels und Wing Tip Stands.
Anmerkung für Trickflugeinsteiger: Eine gute Übersicht über Tricks findet sich hier.
Jeder Trick stellt einen erneut vor ganz eigene Herausforderungen und Schwierigkeiten. Aber der Reihe nach:

Snap Stall
Da ohne ihn fast gar nichts geht, habe ich noch ganz zu Beginn mit dem Snap Stall angefangen. Ich habe ihn ja auch in vorherigen Einträgen schon mal erwähnt. Aber obwohl ich schon eine ganze Weile an ihm übe, ganz verinnerlicht habe ich ihn noch immer nicht. Man muss den Trick je nach Windstärke und Position im Windfenster ganz unterschiedlich fliegen. Mal kippt der Drachen wie von allein in die waagerechte und die Strömung reißt ab, mal muss man unglaublich zackige Combination Turns mit einigen Schritten nach vorne verbinden. Dadurch gelingt mir der Stall nicht immer auf Anhieb, ich muss mich an jedem neuen Tag wieder an die Gegebenheiten anpassen.

Side Slide
Bei sehr gleichmäßigem, leichtem Wind gelingt mir der Slide inzwischen relativ gut. Leichtes Gewackel kann ich nach wie vor nicht verhindern, aber im Groben und Ganzen bin ich meistens ganz zufrieden. Anders sieht es jedoch bei stärkerem und böigem Wind aus. Zum Einen sind meine Korrekturbewegung zu spät und dann zu groß. Dadurch ziehe ich dann letztlich so stark an den Leinen, dass die Pearl wieder an Fahrt aufnimmt und den Slide beendet. Darüber hinaus fällt es mir sehr schwer, mich nicht nur auf meine Arme, sondern zusätzlich auch noch auf die Beine zu konzentrieren. Wenn man den Slide weit am Windfensterrand anfängt, muss man oft erst einmal Rückwärtslaufen, sonst kommt die Seitwärtsbewegung sofort zum Erliegen. Aber ich müsste sehr bald sehr viel langsamer laufen und vermutlich sogar die Richtung wechseln und der Pearl einige Schritte entgegen gehen. Das will mir jedoch noch so überhaupt nicht gelingen, sodass um die Windfenstermitte herum immer spätestens Schluss ist mit Slide. Daran werde ich noch lange zu knabbern haben, fürchte ich.

Axel
Auch der Axel ist noch ein Fall für sich. Ich fliege ihn bisher fast nur am Windfensterrand, weil ich dort den Stall länger halten kann und so mehr Zeit habe, mich ein wenig zu sortieren, bevor ich den Axel einleite. Leider gelingt er mir nicht immer. Manchmal wackelt die Pearl einmal müde vor sich hin und nimmt dann mit einem Ruck wieder Fahrt auf. Manchmal legt sie sich Pflichtbewusst auf den Bauch, macht eine Vierteldrehung (so weit so gut) und klappt dann zur Seite weg und rotiert mit rasanter Geschwindigkeit um ihre eigene Achse. Dabei wickelt sich dann eine der Leinen um den Yoyo-Stopper und ich kann den Drachen nur nach Walk of Shame und mit ein wenig Geduld wieder aus dem Leinen-Gewusel befreien.
Meistens gelingt es mir, die Pearl um etwas mehr als 180° zu drehen, danach kippt sie zur Seite, richtet sich dann wieder auf und nimmt normal Fahrt auf. Damit kann ich dann in der Regel leben. Wirklich schöne, vollständige Drehungen, die dazu noch einigermaßen Flach sind, klappen dahingegen nur sehr selten. Aber wenn, dann entlocken sie mir jedes Mal ein äußerst zufriedenes Grinsen.
Immerhin kann ich den Axel auch auf beiden Seiten fliegen. Das linke Windfenster ist zwar meine Schokoladenseite, aber auch rechts funktioniert es (mit obigen Einschränkungen).

Backflip
Der Backflip "passierte" mir zunächst mehr, als dass ich ihn aktiv ausgeführt hätte. Ganz zu Anfang hat mich das ziemlich auf die Palme getrieben, weil ich jedes Mal hilflos zugesehen habe, wie die Pearl plötzlich nach hinten klappt, der Zug aus den Leinen verschwindet und der Drachen langsam aber sicher zu Boden sinkt. Irgendwann bin ich dann dahintergekommen, wie einfach es ist, ihn wieder aus aus der Rückenlage herauszuziehen. Und schließlich habe ich angefangen, den Backflip absichtlich zu provozieren. Ich mache die Bewegung auch jetzt noch oft zu zaghaft, aber prinzipiell funktioniert es ganz gut, sodass der Trick mir in 75% der Fälle gelingt.

Pancake
Der Pancake ist ein Trick, der mir sehr schwer fällt. Ich habe ziemlichen Respekt davor, die Pearl ungewollt auf den Boden crashen zu lassen. Schon meine "Groundpass"-Manöver fliege ich immer ein ganzes Stück zu hoch. Dadurch bleibt mir bislang als Landemanöver auch nur der Windfensterrand (bei starkem Wind) oder ein zügiges "Vom-Himmel-Laufen" des Drachen, wenn der Wind das denn zulässt. Eine Pancake-Landung würde meine Möglichkeiten erweitern, bisher ist mir aber noch nie eine gelungen. Aber ich übe fleißig und einige Male ist der Drachen auch tatsächlich schon auf den Bauch gekippt (und vor Schreck habe ich sofort wieder an den Leinen gezogen und ihn in hektischer Drehung wieder gen Himmel gelenkt). Irgendwie misfällt es mir sehr, meine Arme nach vorne zu werfen (schließlich verliere ich dadurch kurzzeitig die unmittelbare Kontrolle über den Drachen), wenn die Pearl gerade mit der Nase nach unten in Richtung Boden saust. Aber wenn man dieses Manöver zu zaghaft/vorsichtig angeht, dann klappt es einfach nicht...

Wing Tip Stand
Auch dieser Trick ist bei mir ein Fall für sich. Er erfordert, wenn der Drache erstmal gelandet ist, immernoch einiges an feinfühliger Kontrolle und damit Übung. Aber wie bereits erwähnt, fliege ich nur selten einen Groundpass, der tief genug wäre, um dann ein Bodenmanöver einzuleiten. Somit erreiche ich nur selten, dass die Flügelspitze auf dem Boden aufkommt. Und je seltener ich diese Grundstellung erreiche, desto weniger kann ich die nachfolgend nötigen Bewegungen üben ...

Cartwheel
Last but not least... Am Cartwheel habe ich mich schon sehr früh versucht. Der Drachen landet doch recht häufig auf einer der Leitkanten oder dem Bauch mit Nase nach hinten. Hier kann das Cartwheel durchaus nützlich sein. Es hat eine ganze Weile gedauert, überhaupt eine Drehung hinzubekommen. Inzwischen gelingt es mir meistens recht zügig, den Drachen wieder startklar aufzurichten. Von einem "Cartwheel" kann aber wirklich keine Rede sein. Eigentlich sollte die Pearl über die Leitkanten rollen und sich über die Wing Tip hinwegdrehen, um dann richtig herum aufzukommen. Bei mir kippt sie dabei unkontrolliert nach hinten, eiert ein wenig um sich selbst und ich muss sie schlussendlich irgendwie noch über den Boden schleifend zurecht ziehen und bei alledem noch hoffen, dass sich die Leine nicht unter/hinter der Flügelspitze verklemmt ... Somit erfüllt das, was ich da mache, zwar seinen Zweck (ich kann wieder starten), aber schön sieht's nicht aus und wenn mal scharfe Muscheln im Weg liegen, mache ich mir im Zweifelsfall sogar noch das Tuch kaputt. Im Gegensatz zu allen anderen Tricks fällt mir aber beim Cartwheel bisher auch einfach nichts ein, was ich anders machen könnte... Ich muss wirklich nochmal versuchen, mir mit ein paar Tutorials und Videos klar zu machen, wo meine Fehler liegen.

So viel also erstmal zu meinem jetzigen Stand.

Einer der größten Nachteile an Greifswald ist wohl das Fehlen erfahrener Trickflugpiloten, die einem mit Tipps zur Seite stehen können. Natürlich kann man im Internet vieles nachlesen und sich auch eine Menge selbst aneignen, trotzdem wünsche ich mir oft, dass mir jemand ganz unmittelbar nach einem misslungen Trick sagen können, woran es gelegen hat. Vielleicht komme ich ja irgendwann einmal dazu, ein Drachenfest zu besuchen.
Bis dahin übe ich weiterhin fleißig alleine. Ich bin gespannt, wie weit ich in der nächsten Zeit so komme. Und ich freue mich auf eine baldige Erweiterung meiner Drachentasche. Wenns soweit ist gibt es hier auch mal wieder ein zwei neue Bilder! ;)

 

PostHeaderIcon 23.02.2012 - Drachentage

... sind so selten

Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel. Genug Wind, aber nicht zu viel. Temperaturen, bei denen man ohne Jacke gerade so nicht anfängt zu frieren. Und das alles an einem freien Tag.
Genau so einen Tag hatte ich heute :)
Ich war etwa 3 1/2 Stunden am Strand. Der Wind war zunächst sehr kräftig, aber am Windfensterrand konnte ich trotzdem gut üben und meine Slides waren wenigstens bis kurz über die Mitte hinaus einigermaßen stabil. Ich war sogar nicht einmal allein, auf dem Deich stand ein Paar mit einer kleinen Matte, mit der sie eine Acht nach der anderen flogen (warum hatte ich früher nochmal die Matten so gern? Ein Stabdrachen ist so viel abwechslungsreicher).
Gegen Abend flaute der Wind dann ab und es war ein richtiges "Feierabendfliegen". Zugegeben, an einem ohnehin freien Tag von Feierabend zu sprechen ist gewagt, aber immehin hatte ich schon über 2 Stunden Training mit der Pearl hinter mir.
Leider wurde es nach Sonnenuntergang innerhalb von einer knappen Stunde so dunkel, dass ich kaum noch meinen Drachen am Himmel sehen konnte und dadurch wohl oder übel zum Einpacken gezwungen war.

Das einzige, was zu meinem Glück noch gefehlt hat, war eine geeignetere Windrichtung. Leider war er ablandig und mir dadurch manchmal doch ein wenig zuuu "zickig". Aber ich denke die Pearl fühlte sich wohl - Ladys unter sich! ;)

Ich muss aber wirklich wieder regelmäßiger fliegen, sonst komme ich nicht so richtig voran. Schon an den wenigen Tricks, die ich bisher ausprobiere, muss ich noch eine ganze Menge arbeiten. Aber dazu in einem späteren Post mehr...
Jetzt muss ich mich erstmal ausruhen, die ganze Laufarbeit ist doch auf die Dauer sehr viel anstrengender als sie in den Trickflugvideos aussieht.

 

PostHeaderIcon 28.01.2012 - Endlich Feeeerieeeeeen

Geschafft!

Heute habe ich die letzte Klausur dieses Semesters geschrieben. Jetzt liegen das erste Mal seit Studienbeginn echte Ferien vor mir, in denen ich weiter eigentlich nichts vorhabe. Draußen ist es bitterkalt, dafür aber oft sonnig - winterlich schön also. Der Wind in den nächsten Tagen soll zwar aus der falschen Richtung kommen, dafür aber wieder etwas kräftiger wehen, sodass sich meine Pearl auf Ausflug freuen darf. Daumen drücken, dass was draus wird! ;)

 

PostHeaderIcon 29.12.2011 - Fröhliche Weihnachten...

... und einen guten Rutsch!

Ein bisschen spät dran bin ich mit meinen Wünschen wohl schon, aber besser spät als nie! In den Ferien bin ich zurück in der Heimat, leider ohne zuverlässige Internetanbindung - und ohne Drachen, aber schließlich hätte ich hier auch weder Wind noch Strand. Ich hoffe sehr, dass das nicht allen so geht und ihr nicht alle eine drachen- oder windlose Ferienzeit verbringen müsst.
Lichtblick für mich: Nach der Klausurenzeit im Januar ist mein Semester auch schon wieder um - und ich habe Semesterferien mal ganz ohne Praktikum. Also drückt mir die Daumen für einen windigen Februar!

 

PostHeaderIcon 09.12.2011 - Woohoo!!

Sturm

Das Wetter scheint sich meinen letzten Eintrag zu Herzen genommen zu haben (an dieser Stelle sorry an jene, die zwischen Sylt und Rømø mit der Fähre fahren wollten – my bad! ;)).
Ich konnte natürlich nicht anders, als diese Chance sofort auszunutzen. In weiser Vorraussicht habe ich mich nicht auf die gefühlte Windstärke in der Stadt verlassen, sondern vorher noch einmal für meinen Spot im Internet nachgeschaut und neben der Pearl auch die Hydra eingepackt. Kaum war ich am Strand angelangt, war ich unglaublich froh über diese Entscheidung. Der Wind war ziemlich unregelmäßig. In den schwächeren Momenten für die Pearl perfekt aber mit Böen von bis zu Windstärke 7-8 dann doch zu viel des Guten. Also durfte die Hydra an die frische Luft. Ich hatte nur leider wieder vergessen, wie schwierig es ist, eine Matte alleine zu starten. Da macht ein bestabter Drachen einem das Leben doch vieeeel leichter. Glücklicherweise war außer mir noch eine nette Dame am Strand unterwegs, die sich mir prompt als Drachenenthusiast vorstellte und mir Starthilfe gewährte. Nach drei Loopings waren dann die Luftkammern der Hydra auch schon voll und sie flog wie eine eins.
Jedoch hatte ich noch etwas vergessen: wie viel mehr Zug diese Matte aufbaut :) Ich habe mich also nach erstem kurzen Schreck einfach eine Stunde quer über den Strand schleifen lassen und mich so richtig ausgepowert. Als der Wind dann noch einmal zulegte und die Hydra selbst am Boden auf die SAFETY Druck ausübte, habe ich sie dann wieder zusammengerollt und sicher verstaut. Die Sonne brachte mich dann dazu, noch ein Weilchen einfach nur im Sand zu sitzen und aufs Meer zu schauen – und siehe da: plötzlich flaute der Wind etwas ab.
Ich bin selbstverständlich sofort aufgesprungen und habe die Pearl aufgebaut. Lange konnte ich ihr selbst den etwas „sanfteren“ Wind nicht zumuten (weil mir die dann und wann einsetzenden Böen immer wieder ins Gedächtnis riefen, dass das Wetter nicht so harmlos war, wie es schien), aber es hat für einige Minuten fliegen und ein paar Snap Stalls gereicht – und die sollte man natürlich gerade bei stärkerem Wind dann und wann trainieren. Außerdem konnte ich heute endlich einmal meine starken Leinen einweihen.

Also alles in allem ein wirklich gelungener Vormittag. Und so ausgepowert war ich schon lang nicht mehr (man bedenke: auch der Weg zwischen Strand und Wohnung will überbrückt werden. Bei Sturm. Mit dem Fahrrad...)

Zum Abschluss noch einige Daten zum Wind:

Windfinder sagt: 19-21 Knoten, 31-38 bei Böen.

Fahrradtacho sagt:

  • Hinweg (mit dem Wind):
    • Maximal – 45 kmh
    • Durchschnitt – 39 kmh
  • Rückweg (gegen den Wind):
    • Maximal – 25 kmh
    • Durchschnitt – 20 kmh

Steißbein sagt: "Wehe du lässt dich noch mal von deiner Hydra von den Füßen reißen, du lebensmüder Vollidiot!!" ;)

In diesem Sinne: Genießt den Sturm! Wir haben ihn uns nach diesem Sommer wirklich verdient!

 

PostHeaderIcon 01.11.2011 - Sommer 2011

Saisonrückblick

Da inzwischen der Sommer nicht nur offiziell dem Herbst gewichen ist, sondern auch die Bäume deutlich nach Herbst aussehen, möchte ich die Chance nutzen, um die hinter mir liegende Strandbad-Saison zusammenzufassen. Kurz und knapp: Ich bin enttäuscht. Zum Glück weder von meinem Drachen noch vom Lenkdrachenflug an sich. Dafür aber umso mehr von diesem Sommer. Statt Seewind gab es Überschwemmungen, seit der Regen sich verzogen hat, sieht Winfinder konstant trostlos aus:

Flaute...

Wenn Wind und Wetter dann mal stimmten, hatte ich grad keine Zeit. Und dabei hatte doch meine Zeit mit der Pearl so gut angefangen...

Der Saisonabschluss bedeutet damit aber auch: Hinter sich lassen, was die letzten Monate schief lief und raus an den Strand, wo sich seit wenigen Wochen auch andere Drachenflieger tummeln, nämlich jüngste Einleinerpiloten und -pilotinnen mit Vätern, Müttern und Großeltern. Da kann man fast neidisch werden: Die wenigen Male, wo ich mir wenigstens marginale Chancen ausgerechnet hatte, meine Pearl am Himmel zu halten, verbrachte sie letztlich doch die meiste Zeit am Boden, weil ich nach zügigem Rückwärtsgehen schnell ans Ende des Strandes stieß. Die Kinder konnten stattdessen kreuz und quer über das gesamte Gelände rennen und die bunten Drachen, die sie dabei hinter sich herzogen flatterten freudig in der Luft. (Das machte mir meine aussichtslose Lage natürlich noch einmal mehr bewusst: die Kinder konnten ihre Drachen sogar gegen den Wind steigen lassen – wie hätte er da je stark genug für meine Pearl sein können?)

Aber wenn der Wind es zulässt (und nach einem verregneten Sommer darf ich doch wenigstens um einen windigen Herbst bitten, oder?), gönne ich meinen Drachen - und mir! - demnächst auch wieder die Menge an Freiluft, die wir zum Glücklichsein benötigen. Und dann gibt es hier auch wieder regelmäßiger von mir zu lesen! ;)

 
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